Nachfolgend ein Anwenderbericht des deutschsprachige Kunden ÖKO-TEST
Öko-Test stellt Layoutsoftware und Redaktionssystem auf InDesign, InCopy und WoodWing Smart Connection Pro um.
Das monatliche Magazin Öko-Test untersucht alles, was man zum Leben braucht. Kosmetik und Babynahrung, Waschmittel und Wandfarben, Schmerzmittel und Laptops, Pommes Frites und Autos. Neuerdings werden auch Finanzdienstleistungen, Versicherungen und Aktien unter die Lupe genommen. In jeder Ausgabe finden sich 10 bis 12 verschiedene Tests mit insgesamt mehr als 200 Produkten.
Seit der Gründung vor knapp 20 Jahren hat Öko-Test weit mehr als 60.000 Produkte untersuchen lassen. An oberster Stelle steht dabei die Frage der gesundheitlichen Risiken. So konnte Öko-Test immer wieder auf Probleme aufmerksam machen. Neben dem monatlichen Magazin erscheinen im Öko-Test Verlag jährlich noch jeweils sechs "Öko-Test Ratgeber" und "Öko-Test Kompakt" sowie ein Jahrbuch mit allen Tests eines Jahrgangs.
Hoher Anspruch – inhaltlich und technisch
Die Zeitschrift Öko-Test muss bei ihren Tests hohe Qualitätsstandards anlegen. Einerseits soll die ökologisch anspruchsvolle Leserschaft befriedigt werden, andererseits haben Hersteller in den fast 18 Jahren des Bestehens von Öko-Test immer wieder versucht, gegen die Testergebnisse vorzugehen. Deshalb durchläuft die Zeitschrift vor der Drucklegung einen mehrstufigen Kontrollprozess – der sich seit der Einführung von InDesign, InCopy und Smart Connection bedeutend zügiger gestaltet.
Am Anfang stand bei Öko-Test die radikale Entscheidung, komplett auf den PC umzustellen – um im ganzen Haus eine einheitliche, für die Systemadministration einfach zu wartende Plattform zu schaffen. Diese Umstellung veranlasste Öko-Test, im Laufe des letzten Jahres den gesamten Workflow zu überdenken und technisch mit InDesign, InCopy und Smart Connection komplett neu zu gestalten. Sobald feststand, dass der PC bei Öko-Test auch in der Grafik Einzug findet, stand auch schon InDesign als neue Software zur Debatte.
Man produzierte nach 1 1/2 wöchiger, intensiver Schulung mit InDesign und integrierte auch gleich den zu InDesign gehörenden Texteditor InCopy sowie das Workflowsystem Smart Connection Pro in den Arbeitsablauf. Maximales Arbeiten nach minimaler Einarbeitungszeit.
Qualitätsstandards – ein Muss
Immer wieder wird Öko-Test von Herstellern verklagt und oft auch zunächst per einstweiliger Verfügung gezwungen, bestimmte Testergebnisse nicht mehr zu veröffentlichen. Doch von den über 100 Prozessen hat Öko-Test nur einen – im Jahr 1988 – endgültig verloren. Der Grund sind die hohen Qualitätsstandards, die Öko-Test an seine Untersuchungen anlegt.
Genauso hohe Qualitätsstandards müssen deshalb auch bei Redaktion und Kontrolle angelegt werden. Denn auf keinen Fall darf sich während der Arbeit ein Fehler einschleichen, der die Ergebnisse verfälscht. Dank InCopy kann die Redaktion ihre Texte, Korrekturen und Kürzungen direkt eingeben, statt den Umweg über die Grafik zu nehmen. Wenn man bedenkt, wie viele Stationen ein Artikel bei Öko-Test zwischen Redaktion und Layout ansteuert, wird einem der Vorteil schnell klar. Denn bis das fertige PDF in der Druckerei landet, muss vielfach redigiert, kontrolliert und layoutet werden.
Produktivität – stark erhöht
Dieser Ablauf ist mit Hilfe von InCopy und Smart Connection deutlich schneller geworden. "Es lassen sich in der Redaktionsarbeit 1 bis 2 Stunden pro Artikel einsparen" so Christian Stackler, Chef vom Dienst und zuständig für die Herstellungsleitung und Produktion. Die zügigere Arbeitsweise erlaubt Öko-Test, weitere Publikationen auf den Markt zu bringen, ohne dass zusätzliche Redakteure und Grafiker angestellt werden mussten. So werden seit der InCopy-Umstellung im April mit der gleichen Redaktion zusätzlich die Kompakt-Hefte auf den Markt gebracht, die monatlich erscheinen und Tests zu jeweils einem speziellen Thema vereinen.
Die richtige Verbindung – Smart Connection
Das Adobe-Produkt InCopy fungiert als Texteditor für InDesign. Mit seiner Hilfe können die Redakteure die Texte sowohl im Layoutmodus als auch im Textmodus bearbeiten. Dabei stimmt der Umbruch mit dem des InDesign-Dokumentes stets überein. Öko-Test hat sich für Smart Connection entschieden – es bildet die Brücke zwischen InDesign und InCopy und verknüpft die InCopy-Dokumente mit den Layouts. Auf diese Weise können Redakteur und Grafiker sogar parallel an einem Dokument arbeiten. Man kann Artikel aus dem Layout zum Editieren versenden, während das Layout mit der Arbeit fortfahren kann. So können beispielsweise verschiedene Artikel einer Seite an mehrere Redakteure geschickt werden. Und das alles zur selben Zeit. Verwaltet werden die Dokumente mithilfe einer automatisch generierten Ordner-Struktur auf einem Server.
Im Gegensatz zu den Datenbank-basierten Systemen sind die Files auf dem Server also wie gewohnt faktisch vorhanden. Besonders interessant findet Öko-Test auch die von Woodwing angekündigte Remote-Anbindung von Mitabeitern, die nicht direkt im Netzwerk arbeiten. So könnten Autoren beispielsweise in Berlin oder Dresden direkt in den Redaktionsworkflow eingebunden werden ohne dabei permanent Zugriff auf den Redaktionsserver zu haben.
Entscheidender Nutzen: Umstellung absolut reibungslos
"Es hat sich als sehr hilfreich erwiesen, dass wir bei der Umstellung unseren gesamten Workflow noch einmal komplett überdenken und dokumentieren mussten. So haben wir noch klarere Strukturen für Grafiker, Redaktion und Archiv gewonnen" weiß Christian Stackler zu schätzen.
Auch sonst ist die Umstellung von XPress auf InDesign und Smart Connection ziemlich reibungslos über die Bühne gegangen, meint er: "Die Grafik hat die Umstellung von Mac auf PC und den gleichzeitigen Wechsel auf InDesign schnell vollzogen und konnte auch die Tastaturbelegung beim Quark zu InDesign Wechsel mühelos durchführen. InDesign kann alles, was Quark kann – wir vermissen keine Funktionen. Da InDesign zur Adobe-Familie gehört, war es für die Grafiker kein Paradigmenwechsel, denn sie kannten sich bereits gut in Photoshop aus. Auch die enge Integration mit PDF gefällt uns gut, immerhin hat sich das Format in der Druckvorstufe durchgesetzt. Außerdem ist InDesign das deutlich modernere Produkt."
Geringe Investition, hohe Effizienz
Im Zuge der kompletten Umstellung des Workflows hat Öko-Test nun im ganzen Haus eine einzige Plattform etabliert, so dass sich die Systemadministration mit ihrem Service ausschließlich auf PCs einstellen muss. Gewonnen hat die Redaktion dabei einen lückenlosen Workflow, mit dem sich viel Zeit sparen lässt.

