Nachfolgend ein Anwenderbericht des deutschsprachige Kunden Tamedia (Tages-Anzeiger)
Mit dem «Tages-Anzeiger» ist nun auch der letzte Titel des Tamedia-Verlags am Standort Zürich auf das Redaktionssystem WoodWing Enterprise umgestellt. Dies hat im ganzen Prozess viele Vorteile.
Ein Redaktionssystem setzt sich bei Tamedia durch: Mittlerweile sind rund 750 Arbeitsplätze mit WoodWing Enterprise ausgestattet, etwa bei «Schweizer Familie», «Annabelle», «20 Minuten» oder «Bund». Als letzte Titel kamen nun «Tages-Anzeiger», «Züritipp» und «Tagblatt der Stadt Zürich» dazu.
WoodWings Siegeszug hat einen guten Grund: Mit der Harmonisierung der Redaktionssysteme verbessert Tamedia ihre Aufstellung im strategischen Bereich nochmals erheblich. Tamedia ist Dank seiner verschiedenen Titel gut positioniert, um über Kooperationen einerseits die Kosten zu senken und andererseits sich mit hochwertigen Inhalten zu profilieren. Dabei bietet ein gemeinsames Redaktionssystem erhebliche Vorteile, weil es die Zusammenarbeit zwischen den Redaktionen erleichtert.
Das gilt inner- wie außerhalb des Hauses, da WoodWing sich zunehmend in der Schweizer Redaktionslandschaft als Standard etabliert. Hinzu kommen finanzielle Überlegungen. Anders etwa als beim alten System handelt es sich bei WoodWing Enterprise um keine Insellösung mehr, was zu tieferen Support- und Schulungsaufwendungen führt. Durch den Aufbau des entsprechenden Informatikwissens lassen sich Standardisierungseffekte erzielen, zudem ist das System flexibler und günstiger, wenn es um Layoutanpassungen und Updates geht. Da das System weniger komplex ist, muss auf den Redaktionen kein spezielles System-Knowhow mehr aufgebaut werden. «Tages-Anzeiger»,
«Züritipp» und «Tagblatt der Stadt Zürich» wurden in Rekordzeit umgestellt. Bei früheren Systemen beanspruchte die Realisierung solcher Projekte bis zu zwei Jahre. Dieses Mal schaffte es das Team unter der Projektleitung von Daniela Decurtins, Mitglied der Chefredaktion und Edy Winiger, Leiter Informatik-Projekte Redaktion/Produktion nach dem Go-Entscheid Ende Januar innerhalb von nur acht Monaten. Danach konnte das alte System stillgelegt werden.
Entsprechend der Komplexität waren Verantwortliche verschiedenster Bereiche involviert, extern und vor allem auch intern. Etwa die Systemhersteller WoodWing, der Systemlieferant A&F zusammen mit dem Agenturprogrammentwickler Previon, Swisscom, die Tamedia-Informatik, Redaktionen, Anzeigeninnendienste, die Druckvorstufe sowie der Druck. Das enge Zeitmanagement war nur möglich dank einer straffen Projektleitung, mit einem detaillierten Zeitplan, einem laufenden Kostencontrolling und regelmäßigen 14-tägigen Teamsitzungen, die sicherstellten, dass die Vertreter der wichtigsten Bereiche sich regelmäßig aufdatierten und zusammen die Pendenzenliste abarbeiteten.
Je nach Thema wurden situativ die verschiedenen betroffenen Bereiche innerhalb von Tamedia beigezogen. In direkten Gesprächen mit dem Systemintegrator A&F Computersysteme AG und dem Hersteller WoodWing wurden Anforderungen und die dazu gehörenden Lösungen definiert, von denen nun auch andere Anwender profitieren können. Zusätzlich kam der Kommunikation eine zentrale Rolle zu: In regelmäßigen Abständen wurden die Bereiche über die nächstengeplanten Schritte in einem Newsletter informiert. Während der Einführungsphase stand neben den Spezialisten vor Ort eine Hotline zur Verfügung, auf der man von morgens bis zum Produktionsschluss eine Fachperson um Unterstützung bitten konnte.
Ein wichtiger Erfolgsfaktor der Einführung war der optimal zwischen Tamedia und A&F abgestimmte Aufbau des Systems, die praxisnahe Schulung und die redaktionsnahe Produktionsbegleitung. «Mit A&F als Systemhaus konnten wir es uns erlauben unsere Ansprüche zu maximieren » erklären Edy Winiger und Daniela Decurtins ergänzt: «Zentral ist neben der Schulung unbedingt eine nahe Begleitung in der Einführungsphase und da ist meine Erfahrung, dass zwei Wochen besser sind als nur eine, Learning by doing führt auch bei ungeübten Anwendern schnell dazu, dass die Systembedienung Alltag wird und man sich wieder auf seine eigentlichen Aufgaben konzentrieren kann.»

